Worum geht es?
KLARpsy-Texte bereiten Forschungsergebnisse aus der Psychologie für die Öffentlichkeit auf. Dieser KLARpsy-Text wurde von Mitarbeitenden des Leibniz-Instituts für Psychologie verfasst. Der KLARpsy-Text fasst die Übersichtsarbeit mit dem Titel Fiction reading has a small positive impact on social cognition: A meta-analysis zusammen. Diese Übersichtsarbeit beinhaltet eine Metaanalyse. Die Übersichtsarbeit wurde 2018 veröffentlicht. Sie stammt von David Dodell-Feder vom McLean Hospital in Belmont und der Harvard Medical School und Diana I. Tamir von der Universität Princeton aus den USA.
Was war das Ziel der Übersichtsarbeit?
Hintergrund:
Wer
Forschungsfrage:
Mit ihrer Übersichtsarbeit wollten die Forschenden herausfinden: Verbessert das Lesen von fiktionalen Geschichten die soziale Wahrnehmung?
Wie sind die Forschenden in der Übersichtsarbeit vorgegangen?
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gesucht?
Die Forschenden suchten nach Studien mit
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gefunden?
Die Forschenden fanden 14 Studien, die zwischen 2007 und 2017 veröffentlicht wurden. Insgesamt lasen 1 615 Teilnehmende fiktionale Geschichten. Diese wurden dann mit 1 843 Teilnehmenden verglichen, die gar nichts oder sachliche Texte lasen. Die Teilnehmenden waren zu 63% weiblich und im Durchschnitt 28 Jahre alt.
Was haben die Forschenden in der Übersichtsarbeit gemacht?
In den 14 Studien schauten die Forschenden, ob die Teilnehmenden, die fiktionale Geschichten lasen, eine bessere soziale Wahrnehmung zeigten als die Teilnehmenden, die nichts oder sachliche Texte lasen.
Was haben die Forschenden in der Übersichtsarbeit untersucht?
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Soziale Wahrnehmung -
Theory of Mind - Emotionale Erfahrungen von anderen Personen nachvollziehen
- Verhalten zum Wohl anderer
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Was gelesen wurde
- Fiktionale Geschichten
- Sachliche Texte
- Keine Geschichten/Texte
Hinweis der KLARpsy-Autor:innen
Sollten Ihnen Begriffe in diesem Abschnitt nicht vertraut sein, finden Sie eine Erklärung im KLARpsy-Wörterbuch.
Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
- Die Teilnehmenden, die
fiktionale Geschichten lasen, zeigten eine besseresoziale Wahrnehmung als die Teilnehmenden, die sachliche Texte oder keine Geschichten/Texte gelesen haben. Die EffektstärkeHedges g lag bei g = 0.15. Das ist ein sehr kleiner Unterschied.
Wie lassen sich die Ergebnisse bewerten?
Was ist die Ursache für die Ergebnisse?
In der Übersichtsarbeit wurde der Unterschied in der
Sind die Ergebnisse durch eingeschränktes Veröffentlichen von Studien verzerrt?
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Worum geht es? Eindeutige Forschungsergebnisse lassen sich leichter veröffentlichen als uneindeutige Ergebnisse. Das ist für Übersichtsarbeiten problematisch. Sie können unveröffentlichte Ergebnisse nämlich nicht berücksichtigen.
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Was bedeutet das für die vorliegende Übersichtsarbeit? Die Forschenden fanden keine Hinweise auf solche Verzerrungen. Außerdem haben sie unveröffentlichte Studien bereits in ihrer Übersichtsarbeit berücksichtigt. Deshalb nehmen Sie an, dass der Unterschied in der sozialen Wahrnehmung tatsächlich ähnlich groß ist, wie in ihrer Übersichtsarbeit berechnet.
Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?
Die Ergebnisse der einzelnen Studien waren sehr verschieden. Das macht das Ergebnis der Metaanalyse unsicher. Außerdem war die Anzahl der untersuchten Studien eher klein.
Welchen Alltagsbezug sehen die Forschenden in der Übersichtsarbeit?
Das Ergebnis der Übersichtsarbeit legt nahe, dass sich die
Was ist noch zu beachten?
Wer hat die Übersichtsarbeit finanziert?
In der Übersichtsarbeit können keine Angaben dazu gefunden werden, wie diese finanziert wurde.
Berichten die Forschenden in der Übersichtsarbeit eigene Interessenkonflikte?
Die Forschenden machen keine Angaben dazu, ob bei ihnen ein