Worum geht es?
KLARpsy-Texte bereiten Forschungsergebnisse aus der Psychologie für die Öffentlichkeit auf. Der KLARpsy-Text fasst die Übersichtsarbeit mit dem Titel Psychological empowerment and proactive work behavior: a meta-analysis study: PA Satwika et al zusammen. Der KLARpsy-Text wurde von Larissa Quast-Stichnoth und Mitarbeitenden des Leibniz-Instituts für Psychologie gemeinsam verfasst. Diese Übersichtsarbeit beinhaltet eine Metaanalyse. Die Übersichtsarbeit wurde 2025 veröffentlicht. Sie stammt von Pratista Arya Satwika und zwei weiteren Forschenden von der Airlangga-Universität und der Sebelas Maret-Universität in Indonesien.
Was war das Ziel der Übersichtsarbeit?
Hintergrund:
In der heutigen Zeit wandeln sich Arbeitsaufgaben schnell. Daher benötigen Unternehmen eigenständig arbeitende Beschäftigte, die aktiv mitdenken, Ideen einbringen, Probleme früh erkennen und Verbesserungen anstoßen. Dies bezeichnet man auch als
Forschungsfrage:
Wie hängt das Gefühl, selbst etwas bei der Arbeit bewirken zu können, mit dem proaktiven Arbeitsverhalten von Beschäftigten zusammen?
Wie sind die Forschenden in der Übersichtsarbeit vorgegangen?
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gesucht?
Die Forschenden wollten herausfinden, wie das Gefühl, bei der Arbeit etwas bewirken zu können, mit dem proaktiven Arbeitsverhalten zusammenhing. Dazu suchten sie nach in englischer oder indonesischer Sprache veröffentlichte Studien, die in einem echten Arbeitsumfeld durchgeführt wurden. Die Studien mussten den Zusammenhang zwischen dem Gefühl, bei der Arbeit etwas bewirken zu können und dem
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gefunden?
Die Forschenden fanden insgesamt 20 Studien aus den Jahren 2012 bis 2023, die sie mit einer Metaanalyse zusammenfassen konnten. Insgesamt sind das Ergebnisse von über 6 000 Beschäftigten. Die meisten Studien stammten aus China, Ägypten, Iran und den USA.
Was haben die Forschenden in der Übersichtsarbeit untersucht?
-
Wie sehr haben die Beschäftigten das Gefühl, bei der Arbeit
etwas bewirken zu können? -
Proaktives Arbeitsverhalten : bei der Arbeit freiwillig Verantwortung übernehmen, die eigene Meinung einbringen, Veränderungen anstoßen und Problemen vorbeugen
Hinweis der KLARpsy-Autor:innen
Sollten Ihnen Begriffe in diesem Abschnitt nicht vertraut sein, finden Sie eine Erklärung im KLARpsy-Wörterbuch.
Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
- Das Gefühl, bei der Arbeit etwas bewirken zu können, hing mit
proaktivem Arbeitsverhalten zusammen. Das Maß für den Zusammenhangr betrug 0.55. Das ist ein großer Zusammenhang. Das bedeutet: Beschäftigte, die das Gefühl haben, bei der Arbeit etwas bewirken zu können, zeigen eher ein proaktives Arbeitsverhalten.
Welchen Alltagsbezug sehen die Forschenden in der Übersichtsarbeit?
Die Forschenden meinen, dass es für Unternehmen vorteilhaft sein könnte, wenn Beschäftigte das Gefühl haben, dass sie bei der Arbeit Einfluss haben und etwas bewirken können. Sie handeln dann eher eigenständig und vorausschauend. Führungskräfte sollten daher Arbeitsbedingungen schaffen, die dieses Erleben gezielt fördern.
Wie lassen sich die Ergebnisse einordnen?
Was ist die Ursache für die Ergebnisse?
In der Übersichtsarbeit wurde ein Zusammenhang zwischen dem Gefühl, bei der Arbeit etwas bewirken zu können und
Sind die Ergebnisse durch Publication Bias verzerrt?
Die Forschenden fanden Hinweise auf
Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?
Die Forschenden weisen darauf hin, dass die berücksichtigten Studien jeweils sehr unterschiedliche Ergebnisse berichteten. Außerdem hatten viele Studien eine geringe Qualität. Das macht das Gesamtergebnis der Übersichtsarbeit unsicherer. Außerdem wurde der Zusammenhang überwiegend in asiatischen Ländern untersucht. Möglicherweise lässt sich das Ergebnis nicht auf andere Weltregionen übertragen.
Was ist noch zu beachten?
Wer hat die Übersichtsarbeit finanziert?
Die Erstellung der Übersichtsarbeit wurde nicht durch Dritte, zum Beispiel Stiftungen oder Unternehmen, finanziell gefördert oder unterstützt.
Berichten die Forschenden in der Übersichtsarbeit eigene Interessenkonflikte?
Die Forschenden berichten, dass keine