Worum geht es?
KLARpsy-Texte bereiten Forschungsergebnisse aus der Psychologie für die Öffentlichkeit auf. Dieser KLARpsy-Text wurde von Mitarbeitenden des Leibniz-Instituts für Psychologie verfasst. Der KLARpsy-Text fasst die Übersichtsarbeit mit dem Titel The relationship between adult attachment and mental health: A meta-analysis zusammen. Diese Übersichtsarbeit beinhaltet eine Metaanalyse. Die Übersichtsarbeit wurde 2022 veröffentlicht. Sie stammt von Xing Zhang und fünf weiteren Forschenden von der Jiangxi Normal Universität und fünf weiteren Instituten aus China und den USA.
Was war das Ziel der Übersichtsarbeit?
Hintergrund:
Beziehungen spielen eine wichtige Rolle für die
Forschungsfrage:
Mit ihrer Übersichtsarbeit wollten die Forschenden herausfinden: Wie hängen Bindungsmerkmale von Erwachsenen mit ihrer psychischen Gesundheit zusammen?
Wie sind die Forschenden in der Übersichtsarbeit vorgegangen?
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gesucht?
Die Forschenden wollten herausfinden, wie die
Welche Studien haben die Forschenden für die Übersichtsarbeit gefunden?
Die Forschenden fanden insgesamt 224 Studien aus den Jahren 2003 bis 2021, deren Ergebnisse sie mit einer Metaanalyse zusammenfassen konnten. Insgesamt sind das Studienergebnisse von 79 722 Erwachsene. Die Teilnehmenden waren zwischen 18 und 75 Jahren alt und kamen überwiegend aus den Vereinigten Staaten, Australien, Kanada und Großbritannien.
Was haben die Forschenden in der Übersichtsarbeit untersucht?
Die Forschenden untersuchten unter anderem folgenden Merkmale:
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Bindungsmerkmale
- Mit Fragebögen erfasst, in denen sich die Erwachsenen selbst einschätzen sollten
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Bindungsangst -
Bindungsvermeidung
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- Mit Fragebögen erfasst, in denen sich die Erwachsenen selbst einschätzen sollten
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Psychische Gesundheit
- Psychische Belastungen
- zum Beispiel Depression, Angst, Einsamkeit, negative Gefühle
- Psychisches Wohlbefinden
- zum Beispiel Lebenszufriedenheit, positive Gefühle, Selbstwertgefühl
- Psychische Belastungen
Hinweis der KLARpsy-Autor:innen
Sollten Ihnen Begriffe in diesem Abschnitt nicht vertraut sein, finden Sie eine Erklärung im KLARpsy-Wörterbuch.
Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
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Bindungsangst hing mit psychischen Belastungen zusammen. Der Zusammenhangr betrug 0.42. Das ist ein mittelgroßer Zusammenhang. Je stärker die Bindungsangst ausgeprägt war, desto mehr psychische Belastungen berichteten Erwachsene. -
Bindungsangst hing außerdem mit weniger psychischem Wohlbefinden zusammen. Der Zusammenhang r betrug 0.29. Das ist ein kleiner Zusammenhang. Je stärker die Bindungsangst ausgeprägt war, desto weniger psychisches Wohlbefinden berichteten Erwachsene.
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Bindungsvermeidung hing ebenfalls mit psychischen Belastungen zusammen. Der Zusammenhang r betrug 0.28. Das ist ein kleiner Zusammenhang. Je stärker Erwachsene Bindungen vermieden, desto mehr psychische Belastungen berichteten sie. -
Bindungsvermeidung hing außerdem mit weniger psychischem Wohlbefinden zusammen. Der Zusammenhang r betrug 0.24. Das ist ein kleiner Zusammenhang. Je stärker Erwachsene Bindungen vermieden, desto weniger psychisches Wohlbefinden berichteten sie.
Welchen Alltagsbezug sehen die Forschenden in der Übersichtsarbeit?
Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig stabile Beziehungen für die psychische Gesundheit sein können. Die Art, wie Menschen Beziehungen erleben und mit Nähe umgehen, kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Sichere Bindungen können das Wohlbefinden unterstützen und dabei helfen, psychische Belastungen besser zu bewältigen. Die Förderung sicherer Bindungen könnte so langfristig dazu beitragen, die psychische Gesundheit zu stärken.
Wie lassen sich die Ergebnisse einordnen?
Was ist die Ursache für die Ergebnisse?
In der Übersichtsarbeit wurden mehrere Zusammenhänge zwischen Bindungsangst sowie Bindungsvermeidung und psychischer Gesundheit beobachtet. Wegen der Art der Studien, die berücksichtigt wurden, weiß man nur, dass es diese Zusammenhänge gibt. Man kann aber nicht sicher sagen, dass die Bindungsmerkmale auch die Ursache für eine bessere oder schlechtere psychische Gesundheit sind.
Sind die Ergebnisse durch Publication Bias verzerrt?
Die Forschenden fanden keine Hinweise auf
Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?
Die Forschenden geben zu bedenken: Sie untersuchten nur Studien, in denen Bindungsangst und Bindungsvermeidung unterschiedlich stark ausgeprägt sein konnten. Daher konnten sie keine Studien berücksichtigen, in denen Erwachsene festen Kategorien zugeordnet waren. Außerdem betrachteten die meisten Studien Bindung in romantischen Beziehungen. Ob Bindungen in anderen Beziehungen unterschiedlich mit psychischer Gesundheit zusammenhängen, wurde nicht untersucht. Zudem könnten noch andere Merkmale den Zusammenhang zwischen Bindung und psychischer Gesundheit beeinflusst haben.
Was ist noch zu beachten?
Wer hat die Übersichtsarbeit finanziert?
Ein Forscher wurde während der Erstellung der Übersichtsarbeit durch eine Förderung der National Natural Science Foundation of China unterstützt. Dies ist eine staatliche Einrichtung, die wissenschaftliche Projekte fördert.
Berichten die Forschenden in der Übersichtsarbeit eigene Interessenkonflikte?
Die Forschenden machen keine Angaben dazu, ob bei ihnen ein